Fassadenmonitoring bei Bauarbeiten
Deformationsmessungen als Frühwarnsystem für Veränderungen an Gebäuden

Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe bestehender Gebäude können Bewegungen, Neigungen oder Verformungen an Fassaden verursachen. Mit einem geodätischen Fassadenmonitoring (Deformationsmessung) lassen sich selbst kleinste Veränderungen der Gebäudehülle im Millimeterbereich präzise erfassen und während der gesamten Bauphase zuverlässig überwachen.
Hierfür werden Messprismen an der Fassade montiert und in festgelegten Intervallen mit einem Tachymeter gemessen. Ein Tachymeter ist ein hochpräzises optisch-elektronisches Vermessungsinstrument, mit dem bereits kleinste Lageänderungen erkannt und dokumentiert werden können. Die kontinuierliche Auswertung der Messdaten ermöglicht es, Veränderungen frühzeitig zu beurteilen und bei Bedarf geeignete Massnahmen einzuleiten.
Die Vorteile eines Fassadenmonitorings:
- Präzise Erfassung von Fassadenbewegungen im Millimeterbereich
- Frühzeitiges Erkennen kritischer Veränderungen
- Objektive Messdaten zur Beweissicherung
- Erhöhte Sicherheit für Bauherrschaft, Eigentümer und Anwohner
- Verlässliche Grundlage für technische Entscheidungen während der Bauphase
Die Messprismen werden zu Beginn der Überwachung an der Fassade montiert und nach Abschluss der Bauarbeiten wieder fachgerecht demontiert – je nach Gebäudehöhe beispielsweise mittels Hebebühne. Die während der gesamten Bauphase erfassten Messdaten dokumentieren das Fassadenverhalten lückenlos und ermöglichen den messtechnischen Nachweis oder Ausschluss von Veränderungen.
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